Mann bKV Service

Die Besteuerungsvariante im Detail

Bei der Einführung einer bKV ergeben sich meistens steuerliche und arbeitsrechtliche Fragen. Ebenso sind Unklarheiten bei der Integration der bKV in Ihre Lohnbuchhaltung fast immer vorprogrammiert. Wir versprechen Ihnen bereits jetzt, Sie bei der innerbetrieblichen Umsetzung Ihrer bkV professionell zu unterstützen.

 

An dieser Stelle weisen wir darauf hin, dass wir keine Steuer- und Rechtsberatung durchführen, sondern Sie hier mit spezialisierten Netzwerkpartnern unterstützen. Wir unterstützen Sie mit einer Checkliste zu allen Fragen zum Arbeits- und Steuerrecht. Ebenso halten wir für Sie Musteranschreiben für eine Pauschalsteueranfrage beim Betriebsstättenfinanzamt sowie die Muster für eine Betriebsordnung oder eine Betriebsvereinbarung bereit.

 

 

Die wichtigsten Fragen zur Besteuerung aus der Praxis sind:

“WARUM MÜSSEN DIE BEITRÄGE ZUR bKV VERSTEUERT WERDEN?”

Bei der arbeitgeberfinanzierten bKV schließt der Arbeitgeber für seine Arbeitnehmer eine private Zusatzversicherung ab. Die Beitragszahlung übernimmt der Arbeitgeber. Die durch den Arbeitgeber übernommenen bKV-Beiträge stellen für den Mitarbeiter einen steuer- und sozialversicherungspflichtigen Arbeitslohn dar (geldwerter Vorteil nach § 8 i. V. m. § 19 EStG)

“WIE WERDEN DIE LEISTUNGEN AUS EINER bKV VERSTEUERT?”

Die empfangenen Leistungen aus einer bKV sind für den Arbeitnehmer steuerfrei (§ 3 Nr. 1a EStG).

“KANN DIE bKV ALS BETRIEBSAUSGABE ABGESETZT WERDEN?”

Die Beiträge zur bKV sowie die ggf. durch den Arbeitgeber getragenen Steuer- und Sozialversicherungsbeiträge können gewinnmindernd als Betriebsausgabe angesetzt werden.

Nettolohnversteuerung

Taschenrechner

monetärer Aufwand
beim Arbeitgeber

monetärer Aufwand
beim Arbeitnehmer

administrativer Aufwand
beim Arbeitgeber

Nettolohnversteuerung

Der Arbeitgeber erhöht das Bruttoeinkommen des Mitarbeiters soweit, dass der Mitarbeiter nach Abzug des bKV-Beitrags und aller darauf anfallenden Steuern und Sozialversicherungsbeiträge sein bisheriges Nettoeinkommen ausgezahlt bekommt.

Die Erhöhung (bKV-Beitrag und Erhöhung um den Ausgleich der Steuern und Sozialversicherungsbeiträge) wird im Rahmen der Gehaltsabrechnung beim Mitarbeiter lohnversteuert und verbeitragt und der bKV-Beitrag rechnerisch wieder abgezogen. Im Ergebnis erhält der Mitarbeiter ein unverändertes Nettogehalt.

Der Arbeitnehmer wird nicht belastet und Steuern sowie Sozialabgaben trägt vollumfänglich der Arbeitgeber.

höherer Aufwand

kein Aufwand

normaler Aufwand
(über Gehaltsabrechnung)

Pauschalversteuerung §40 Abs.1 EStG (Durchschnittssteuersatz)

Der Arbeitgeber trägt die auf den bKV-Beitrag anfallende Lohnsteuer. Diese wird über den für alle betroffenen Mitarbeiter einheitlichen Pauschalsteuersatz berechnet.

Die Arbeitnehmer-Beiträge zur Sozialversicherung übernehmen in diesem Fall ebenfalls die meisten Arbeitgeber. Nur selten kommt es vor, dass bei der Pauschalsteuervariante der Mitarbeiter die Arbeitnehmer- Anteile zur Sozialversicherung selbst tragen muss.

Der bKV-Beitrag erscheint nicht in der Gehaltsabrechnung, sondern wird ausschließlich im internen Lohnkonto des Mitarbeiters erfasst.

höherer bzw normaler Aufwand

kein bis geringer Aufwand

Zusatzaufwand durch Berechnung des Pauschalsteuersatzes und Beantragung beim Finanzamt

Geldwerter Vorteil beim Arbeitnehmer

Das Bruttoeinkommen des Mitarbeiters wird um den Beitrag zur bKV durch den Arbeitgeber erhöht.

Auf den bKV-Beitrag fallen dann Steuern und Sozialversicherungsbeiträge an, die der Mitarbeiter bei dieser Variante selber trägt. Dadurch reduziert sich das Nettoeinkommen des Mitarbeiters.

Der Arbeitgeber übernimmt also lediglich den bKV-Beitrag und den regulären Arbeitgeber-Anteil zur Sozialversicherung.

Da sich bei der individuellen Versteuerung der bKV das Nettoeinkommen des Mitarbeiters reduziert, hat diese Variante in der Praxis so gut wie keine Relevanz.

normaler Aufwand

normaler Aufwand

Normaler Aufwand
(über Gehaltsabrechnung)

Achtung: Diese Informationen stellen keine verbindliche steuerrechtliche Auskunft dar. Bitte wenden Sie sich an den Steuerberater Ihres Vertrauens.

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